Namibia
ist ein sehr dünn besiedeltes Land.
Nur
rd. 1,5 Millionen Menschen leben in dem 824.292 km² großen
Staat. Um so faszinierender die große Ethnienvielfalt des
Landes: Herero,
Himba, Nama, Owambo, Kavango, San, Damara sowie die Namibier europäischer
Herkunft gehören dazu. Zwar hat die Kolonialzeit und speziell
die Ära, in der Namibia unter südafrikanischer Verwaltung
stand, ihre Spuren hinterlassen. Doch dieses bunte Völkergemisch
lebt heute harmonisch neben- und miteinander. Die Vielfalt der
Sprachen und Kulturen Namibias wird immer wieder mit einem farbenfroh
geknüpften Teppich verglichen, dessen Fransen über die
Landesgrenzen hinaus in die Nachbarländer reichen.
Die ersten Spuren von Menschen im heutigen Namibia gehen
bis in die Steinzeit zurück. Zahlreiche, z. T. bis zu 28
000 Jahre alte Felsgravuren und -malereien zeugen von diesen als
Jäger und Sammler lebenden Ureinwohnern. Zu ihnen
gehörten der Wissenschaft zufolge die San - auch Buschmänner
genannt - und die Damara. Später erst wanderten Nama, viehzüchtende
Herero und seßhafte Owambo-Bauern zu. Ende des 19. Jahrhunderts
kamen Missionare und Farmer aus Europa. Einen Eindruck von ursprünglicher
Lebensart vermitteln noch heute die Himba im Kaokoveld im nordwestlichen
Teil des Landes. Insgesamt leben heute 12 Bevölkerungsgruppen
in Namibia: ein Kaleidoskop verschiedener Sprachen, Kulturen und
Lebensweisen.
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