Gemeinsam erleben & verstehen - Community Tourism

Namibia ist eines der vielseitigsten Reiseländer der Welt. Immerwährender Sonnenschein und das Erlebnis grenzenloser Weite bleiben bei jedem Besucher in ewiger Erinnerung. Die Naturbelassenheit der Landschaft und das Artenreichtum der Tier- und Pflanzenwelt ziehen immer mehr Menschen aus aller Welt in dieses große, weite Land auf dem afrikanischen Kontinent. Oft liegen diese Sehenswürdigkeiten inmitten gemeinschaftlicher Gebiete. Der in Namibia angebotene Community Tourism setzt dabei ganz besondere Zeichen - er ermöglicht erstmalig das grundlegende Recht der Gemeinden vor Ort, aktiv am Tourismus teil zu haben. Außerdem bietet er jedem Besucher die Möglichkeit einen besonders intensiven Zugang zu den verschiedenen Kulturen des Landes zu gewinnen. Lernen auch Sie die Menschen Namibias kennen. Erleben Sie, um das Land und die Leute zu verstehen.

Die Tourismusindustrie

Ein Industriezweig, der in Namibia derzeit ganz besonders schnell wächst. Und das ist gut so. Aufgrund dessen werden wichtige Arbeitsplätze geschaffen, ausländische Devisen kommen ins Land und das Wirtschaftswachstum wird angeregt. Besucher aus der ganzen Welt kommen nach Namibia. Meist ist es die Weite des Landes, die vielfältige Tierwelt und die spektakulären Wildgebiete, die die Urlauber anlocken. Nahezu 500.000 Touristen besuchen Namibia jedes Jahr und diese Zahl könnte sich bis zum Jahr 2002 sogar noch verdoppeln. Ein Potential, von dem das ganze Land profitieren kann. Speziell die Möglichkeiten in Verbindung mit dem sogenannten Community Tourism sind dabei besonders hervorzuheben. Doch was bedeutet „Community Tourism“ (Gemeindetourismus) überhaupt ?

Community Tourism

Community Tourism verwirklicht das grundlegende Recht einer jeden Gemeinde, an den touristischen Einkünften aus dem Gemeindeland zu profitieren. Das Interesse am Gemeindeland Namibias wächst sehr schnell. So kennt der Community Tourism heute bereits viele Formen. Jedoch Eines habe alle gemeinsam: Im Mittelpunkt steht die selbstständige Integration der dort ansässigen Bevölkerung, sei es im Angestelltenverhältnis, als Empfänger einer Gebühr für die Nutzung seines Landes oder als Übermittler der eigenen Kultur.

Viele Gemeinden gründen mittlerweile ihre eigenen Betriebe oder kooperieren mit privaten Unternehmern in ihrer Nähe. Und das führt nicht nur zu neuen Einnahmequellen. Viele entwickeln auf diese Weise ein erstes Gefühl für notwendiges Handelsgeschick.

Eine weitere, überaus wichtige Rolle im Community Tourism spielen die Lodges auf Gemeindeland. Viele von ihnen geben jedes Jahr rund N$ 30.000 - 100.000 für Gehälter und zugunsten der örtlichen Belegschaft aus. Neben der Bereitstellung von Arbeitsplätzen durch die Lodges können die umliegenden Gemeinschaften - die sog. „Communities“ - durch Dienstleistungen im Versorgungsbereich und das Verkaufen handgefertigter Souvenirs an Touristen ein Einkommen erwirtschaften.

Viele Gemeinden haben inzwischen Campingplätze für Touristen in Gegenden gegründet, wo anderweitig keinerlei Unterkünfte vorhanden sind. Und das hilft ihnen in vieler Hinsicht:
Ein einfacher Campingplatz kann ein paar tausend Dollar im Jahr einbringen, ein gehobener Platz sogar beträchtlich mehr. Auch ein durch eine Gemeinschaft betriebenes „Traditional Village“ bietet viele Vorteile für die örtliche Bevölkerung. Viele von ihnen finden dort Arbeit und haben zudem die Möglichkeit die örtliche Kultur und das Kunsthandwerk interessierten Besuchern näherbringen. Auf diese Weise können jährlich rund N$ 20.000 für die Angestellten und den Communityfonds verdient werden. Und jeder Besucher hilft dabei effektiv mit.

Einige private Lodges zahlen eine Art Übernachtungssteuer an ihre benachbarten Communities. Andere zahlen eine jährliche Gebühr an diejenige Community, dessen Land sie nutzt. Dieses Abkommen zur Einnahmenverteilung verhilft in einigen Fällen zu Einnahmen von N$ 10.000 bis 20.000 oder mehr im Jahr.

1995 wurde zur Förderung dieser Art von Tourismus eine Vereinigung gegründet: die Namibia Community Based Tourism Association, kurz NACOBTA genannt. Initiiert und organisiert wurde sie von verschiedenen Communities, die bereits mit dem Tourismus zu tun hatten. Gemeinsam erkannten sie den Sinn, sich selbst zu organisieren, um so die Interessen eines solchen Tourismus in Namibia als einer jungen und aufstrebenden Industrie fördern zu können.

Heute umfaßt die Organisation bereits 41 Gemeinden. Weitere 9 werden bei der Entwicklung touristischer Projekte unterstützt. Dabei handelt es sich meist um unter Community-Leitung stehende Campingplätze, Rest Camps, Tourism Information Centres, traditionelle Dörfer, Open-Air-Museen und Handwerksbetriebe. Aber auch gut organisierte einheimische Reiseführer gehören dazu.

Die Ziele von NACOBTA sind vielfältig: Man ist bestrebt mit Rat und Tat beim Aufbau einzelner Betriebe zur Seite zu stehen, wichtige Kooperationen zwischen Gemeinden und der privaten Industrie herzustellen, die CBT (Community Based Tourism) Produkte auf den Markt zu bringen und das Engagement sowie das Verantwortungsbewußtsein innerhalb und zwischen den einzelnen Gemeinden zu schulen bzw. zu steigern. NACOBTA ist es mit zu verdanken, daß überall im Land die Möglichkeit besteht, die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen Namibias zu besuchen und etwas über deren Kultur zu erfahren.. hautnah !

Die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung in den Tourismus hat sich bisher sehr positiv ausgewirkt. So konnte man auf diese Weise zum Beispiel auch das Interesse am aktiven Naturschutz wecken. Aufgrund dessen leben viele Tiere mittlerweile unter dem Schutz der Gemeinden, da diese den Wert des Wildes erkannt haben und die Einnahmen durch den Tourismus auch als Kompensation für eventuelle Wildschäden betrachten.

Einfach anders ! Die Community Camps

Die Community Camps bieten ganz besondere Möglichkeiten das Land „von innen“ kennenzulernen und interkulturelle Kontakte zu knüpfen. Es handelt sich um meist recht rustikale Lager, die von den Bewohnern der betreffenden Gemeinde zum größten Teil selbst aufgebaut wurden und nun geleitet werden. Zwar muß man Schlafsack und Verpflegung selbst mitbringen, doch gibt diese Übernachtungsform in überwiegend traditionellen Hütten einen guten Einblick in die afrikanische Lebensweise.

Die Projekte von NACOBTA - In der Erongo Region

Die Erongo-Region ist die Heimat eines der ältesten Völker des Landes - der Damara. Viele Ihrer Stammesrieten konnten sie über Jahrhunderte hinweg bewahren. Sie waren eine der Ersten, die wußten, wie man Früchte und Tabak anpflanzt. Heute leben nur noch ca. 25 % der Damara entlang der Grenzen des früheren Damaralandes.

Viele verschiedene Initiativen zur Erzeugung von Einkommensquellen aus dem touristischen Potential sind bisher durch örtliche Communities in der Erongo Region entstanden. Und noch weitere entstehen derzeit durch die Unterstützung von NACOBTA. So z.B. auch die Community der Topnaar - ein widerstandsfähiges Volk der Nama, das für viele Jahre an den Ufern des Kuiseb Flusses gelebt hat. Sie haben viele alte Traditionen und Bräuche. Immer mehr teilen sie ihre Kultur nun auch mit Besuchern. Doch kommen wir nun zu den in der Erongo Region beheimateten NACOBTA-Projekten im einzelnen:

Die Brandberg-Führer

Durch das Wissen und die Erfahrung der rund um den Brandberg lebenden Bevölkerung konnte eine Vereinigung einheimischer Reiseführer gegründet werden - die Brandberg Mountain Guides. Diese haben sich darauf spezialisiert, interessierten Besuchern das natürliche und kulturelle Wunder des Berges näherzubringen. Auch die Bedeutung des Brandbergs für die Einheimischen wird erklärt. Die Führer arbeiten dabei nach einem besonderen Kodex in Bezug auf den so wichtigen Umweltschutz. Zudem sind sie zeitlich flexibel und schneidern ihren Service ganz nach den Wünschen der Besucher.

Das Daureb Craft Centre

Zeitgenössische Kunst, fest verwurzelt mit der Kultur der Damara, kann man im „Daureb Craft Centre“ in Uis finden. Die dort hergestellten Stücke haben bereits internationales Interesse geweckt. Das verwendete Material, das Design sowie die gute Qualität steht dabei im Vordergrund. Das Daureb Craft Centre beschäftigt überwiegend junge Leute aus Uis. Diese nutzen die limitierten wirtschaftlichen Möglichkeiten, die den Einwohnern dort geblieben sind, nachdem die Produktion in einer in Uis befindlichen Mine gesenkt wurde. Die herausragenden Merkmale dieser überaus erfolgreichen Handwerksproduktion sind Eigeninitiative und Kreativität.


Informationen und Lagepläne zu den Camps erfahren Sie bei:

NACOBTA
NAMIBIA COMMUNITY BASED TOURISM ASSOCIATION
P.O. Box 86099 Eros, Windhoek
Tel. 00264 6 250558
Fax 00264 6 250647
E-Mail nacobta@iafrica.com.na


Das Spitzkoppe Community Project

Bei diesem Projekt haben Damaras die Naturschönheiten der Spitzkoppe vervollständigt, in dem sie Besuchern recht Wertvolles offerieren: So stellen sie z.B. Waschgelegenheiten zur Verfügung, verkaufen Erfrischungsgetränke und bieten die Möglichkeit einheimische Führer zu engagieren, die den Aufenthalt informativ und angenehm gestalten. Initiiert wurde das Projekt durch die Community-Mitglieder selbst. Sie haben das Potential entdeckt, das die natürliche Schönheit der Berge in sich birgt. Einfache Campingplätze sind übrigens überall am Fuß des Berges vorhanden. Sie bieten Privatsphäre und Einsamkeit, die für jeden zum Genuß wird.


Das Okombahe Rest Camp

Günstig gelegen, genau mittig zwischen Uis und Omaruru, (von der C36 biegt man Richtung Flußbett) bietet das Camp den Besuchern alles, was nötig ist. Die Umgebung ist von einer ländlichen Szenerie geprägt. Der angrenzende, leider recht selten Wasser führende Omaruru-Fluß, stellt eine lebenswichtige Ressource für die Region dar - für Tiere, als auch für die Vegetation. Das Vogelleben ist exzellent. Viele endemische Spezies sind an den Ufern des Flusses schon registriert worden.

Die Gemeinde von Okombahe hat bereits viele Projekte selbst initiiert. Eines davon ist die überaus erfolgreiche Produktion von Früchten. Dieser Anbau stellt die so wichtige Nahrung in einer ansonsten mit wenig Ressourcen ausgestatteten Region. Die Fähigkeit Pflanzen anzubauen führte übrigens ebenfalls zur Anpflanzung von Gras. Okombaha besitzt daher einen der in Namibia ungemein seltenen Campingplätze, die mit zarten Grasflächen aufwarten können.

In der Kunene Region

In dieser Region ist derzeit die größte Anzahl NACOBTA-Mitglieder beheimatet. Viele der dortigen Initiativen sind dabei durch die drei ethnischen Gruppen entstanden: den Damara, den Herero und den Himba. Die zahlreichen Projekte reichen von Campingplätzen, traditionellen Dörfern und Handwerkszentren, bis hin zu einheimischen Reiseführern. Ebenfalls werden in der Kunene Region derzeit zahlreiche gemeinschaftliche Naturschutzverbände gegründet. Dies zeigt die Entschlossenheit, mit welcher die Einwohner dieser Region Anstrengungen unternehmen ihren Lebensunterhalt zu verbessern.

Der Aba-Huab Campingplatz

Sie kennen sicher die Felsgravuren und Zeichnungen, die bei Twyfelfontein gefunden wurden. Sie zählen heute zu den wichtigsten und interessantesten im Südlichen Afrika. Die örtliche Gemeinde bietet jedem die Gelegenheit, diese mit fachkundiger Hilfe zu bewundern: durch einen Guide Service.

Und als Ausgangspunkt für diese Erkundungstouren in die Umgebung wurde am linken Ufer des trockenen Aba-Huab-Flußes ein Campingplatz errichtet. Zahlreiche Akazienbäume bieten ausreichend Schatten. Alle nötigen Waschgelegenheiten sind vorhanden. Und am Abend werden in einer kleinen, aber gut sortierten Bar, kalte Getränke serviert.
Übrigens: Das Aba-Huab-Camp gehört zu den bestbesuchtesten Camps Namibias.

Das Khowarib Rest Camp

Auf den Klippen der Khowarib Schlucht, oberhalb des Khowarib Flusses, liegt das Khowarib Rest Camp. Es ist ideal als Ausgangspunkt für eine Entdeckung der Schlucht. Sei es zu Fuß, mit dem Auto oder sogar in Form eines Kamelritts. Eine vielzahl an Unterbringungsmöglichkeiten sind vorhanden. Und diese reichen vom Ein-Mann-Zelt bis hin zur traditionellen Damara- und Himba-Hütte. Campingplätze stehen ebenfalls zur Verfügung. Nicht weit von der Hauptstraße entfernt, zwischen Palmwag und Sesfontein, ist das Camp ein idealer Stop für Reisen in das Kaokoland. Unterstützt wurde der Bau des Camps u.a. vom Save the Rhino Trust Namibia.

Das Anmire Traditional Village

In diesem traditionellen Dorf, das sich ebenfalls in Khowarib befindet, kann man die unvergleichbare Kultur der Damaras sehr genau kennenlernen. Initiiert wurde das Projekt von Monica. Sie lebt bereits ihr Leben lang in diesem Dorf.

Interessierten Besuchern wird hier die alte und auch heutige Lebensweise eines der ältesten Völker Namibias nähergebracht. Die erfinderische Bauweise, die phantasievolle Art ihrer Werkzeuge, die Tradition des Tanzes und ihrer Medizin wird verständlich erklärt und aufgezeigt. Auch einige Rituale verbunden mit Geburtstag, Hochzeit und Trauer werden dargestellt und bieten so einen guten Einblick. Das Dorf liegt unweit des Khowarib Rest Camps, in dem bei einem Besuch des Dorfes die Unterbringung erfolgen kann.

Das Okondjou Traditional Village mit Campingplatz

Der Campingplatz liegt außerordentlich malerisch. Er befindet sich auf einem Bergkamm, mit Blick auf das Dorf Warmquelle und nahe einer natürlichen Quelle. Große Mopane Bäume geben ihm einen besonderen Reiz der Abgeschiedenheit. Der Campingplatz ist klein und daher ideal für kleine Gruppen. Durch die erhöhte Lage, die einen 360 ° Blick ermöglicht, sind die Sonnen auf- und untergänge ganz besonders schön.

Nahe des Campingplatzes kann man im Okondjou Traditional Village eine traditionelle Herero-Siedlung eingehend besichtigen. Und dazu zählt neben den Schlafplätzen auch das Viehgehege, das heilige Feuer, die Küche und sogar das Haus des Häuptlings. Die Siedlung ist auf traditionelle Art und Weise errichtet worden. Und auch die traditionelle Lebensweise der Herero wird eindrucksvoll gepflegt und bleibt daher erhalten.

Der Ongongo Campingplatz

Ein Wasserfall, gespeist von einer natürlichen Quelle, die bei Ongongo in eine schmale Schlucht fällt. Genau hier befindet sich der Ongongo Campingplatz. Die einzige Spur dorthin führt übrigens direkt durch Warmquelle, das eine der ersten Farmen Namibias war. Heute ist es ein großes Dorf mit einer Mischung aus Damara- und Herero-Kulturen. Die Reste eines alten Aquädukt sind nach wie vor zu sehen.

Der ca. 6 km von Warmquelle entfernte Campingplatz Ongongo bietet am Fuße des Wasserfalls einen natürlichen Felspool mit kristallklarem Wasser. Schatten gibt es genügend. Das reichlich vorhandene Wasser und die ausgeprägte Schilfvegetation in dieser sonst so trockenen Region birgt eine reiche und interessante avifauna.

Auf der Spitze der Klippen befindet sich ein interessantes Plätzchen. Von dort ist die gesamte Region zu überblicken. Zudem gibt es zahlreiche Wanderwege, die aus der Schlucht führen und Besuchern die Gelegenheit geben, die Umgebung rund um das Camp zu erkunden. Die einzelnen Campplätze sind übrigens jeweils weit voneinander entfernt und bieten daher ein Maximum an Privatsphäre.

Der Ngatutunge Pamwe Lagerplatz

Der Ngatutunge Pamwe Campingplatz, auch bekannt als Purros Lagerplatz ist am rechten Ufer des Hoarusib Flusses zu finden. Dort, wo dieser sich mit dem Gomadommi Fluß trifft. Die Landschaft ist eine Mischung aus Kiesebene, Gebüsch und trockener Mopane-Savanne.
Purros liegt in einem Tal, das zu beiden Seiten an beeindruckende schwarze Berge grenzt. Die Ufer sind mit dicken Büschen und großen Bäumen bewachsen, die daraus ein Paradies für Vögel machen. Giraffen, Gemsböcke, Springböcke und Strauße können dort beobachtet werden.

Besonders bekannt ist der Campingplatz für die dort lebenden Elefantenherden. Diese besuchen den Platz sogar regelmäßig. Vorsicht sollte daher zu jeder Zeit geboten sein !

I
n der Nähe sind einige kleine Himba-Siedlungen gegründet worden. Dort können Handarbeiten und traditionelle Artefakte erworben werden. Wichtig: Da der dichte Sand des Hoarusib Flusses überquert werden muß, ist Purros nur mit Allradantrieb erreichbar.

Der Okarohombo Campingplatz

Das Marienfluß-Tal ist eines der abgelegensten Regionen Namibias. Erreichbar nur über zwei Straßen, formt es eine natürliche Sackgasse am Kunene-Fluß. Die traditionellen Himba, die in diesem Tal leben, haben einen Campingplatz am Ufer des Flußes angelegt. Wunderschöne Ausblicke und der konstante Klang des plätschernden Wassers macht den Aufenthalt dort zu einem wahren Erlebnis. Es ist ein Platz, an dem man ausruhen und neue Energie für die Reise zurück sammeln kann.
Okarohombo kann ebenfalls als Ausgangspunkt für Erkundungen der Umgebung genutzt werden: z.B. zu einem Besuch der Stromschnellen. Mann kann aber auch einfach nur von der Himba-Kultur lernen, das tägliche Leben der Menschen um sich herum genießen oder einen erholsamen Spaziergang am Rande des Flusses unternehmen. Es gibt zahlreiche Vögel und auch Krokodile sind häufig zu beobachten.

Die Himba, die dort im Marienfluß-Tal leben, gehören wahrscheinlich zu den am traditionellsten lebenden Himba überhaupt. Die geringe Zahl der Besucher hat dazu beigetragen ihre Kultur zu erhalten.

Kunene Village Rest Camp

Das Kunen Village Rest Camp liegt am Rande von Opuwo, ein ständiger Aufenthaltsort vieler Himba. Stellplätze für Camper und kleine Räume für die anderen Übernachtungsgäste stehen zur Verfügung. Das Personal das Camps ist stets hilfsbereit und informiert nicht nur über die Sehenswürdigkeiten der Region sondern kann auch als Reiseleiter für die kulturellen Aktivitäten der Region dienen.



Das Nakambale Museum

Das südlich von Ondangwa gelegene Museum wurde im Mai 1995 auf dem Grundstück des Olukonda National Monument eröffnet. Es ist Mitglied der „Museums Association of Namibia“. Es zeigt der Öffentlichkeit die Kirche, die Mission und zudem die Kulturen des Nordens. Und das mit Respekt gegenüber der Vergangenheit und der Gegenwart. Ein Besuch lohnt sich ganz besonders für denjenigen, der mehr über die namibische Geschichte und Kultur wissen möchte. Die Ausstellungsstücke informieren über die Architektur der Mission, die Entwicklung der Kirche, das tägliche Missionsleben, traditionelle Musikinstrumente, Schmuck, Spielzeug, Haushaltsutensilien, Lebensweise, politische Geschichte und den Königen des Nordens.

Ein besonderer Teil des Museums zeigt eine maßstabsgetreue traditionelle Ndonga-Siedlung. Ein Open-Air-Museum der ganz besonderen Art. Während der Besichtigung kann man traditionell zubereitete Owambo-Gerichte probieren und dabei die häuslichen Aktivitäten beobachten. Außerdem besteht die Möglichkeit in einer traditionellen Owambohütte unvergeßliche Nächte inmitten der Natur zu erleben.



Der Caprivi-Zipfel

Erstaunt fällt der Blick auf eine Landschaft voller Inseln und Flüsse. Große Elefantenherden ziehen in Wäldern umher, während sich Flußpferde und Krokodile in zahlreichen Gewässern tummeln. Nur wenige wissen um die semitropische Region des Caprivi Zipfels, einer überaus kontrastreichen Region, die dank der Wasser des Okavango und Zambezi ein völlig anderes Namibia zeigt - grün, üppig und feucht. Weit abgelegen und daher nur wenig besucht bietet der Caprivi-Zipfel dem Reisenden, neben einer einzigartigen Tropenlandschaft und außergewöhnlichen Naturschauspielen, viele beeindruckende Wildreservate, die zahlreichen großen und kleinen Tierarten Schutz bieten.

NACOBTA unterstützt derzeit folgende Projekte im Caprivi-Zipfel:

Die Sheshe Crafts sowie die Balelwa und Lianshulu Gemeinden, welche im Konzessionsgebiet im Mudumu National Park sind. Ebenso das Projekt Salambala Conservancy, das Campingplätze für den Community Tourism entwickelt. Und es gibt weitere:

N//Gaobaca Camp Site

Die schönste Aussicht über die Popafälle hat man zweifelslos vom N//Gaobaca Camping Platz, der eine ideale Übernachtungsmöglichkeit auf dem Weg nach Katima Mulilo oder nach Botswana bietet. Jeder Platz hat seinen eigenen Aussichtspunkt und Spaziermöglichkeiten entlang der Stromschnellen. Der Camping Platz liegt innerhalb des West Caprivi Naturparks, der für seine große Elefantenpopulation bekannt ist.

Lizauli Traditional Village

Im Mudumu National Park im Ost-Caprivi gelegen liegt die Lizauli Traditional Village. Dort können Gäste alles über Sitten, Gebräuche und Traditionen der in dieser Region lebenden Einheimischen erfahren. Lizauli Traditional Village wurde von den Einheimischen selbst gebaut und wird von ihnen geleitet. Es ist ein Selbsthilfeprogramm, das beabsichtigt, auszubilden und Antrieb zu geben. Das Erkennen des positiven Nutzens, der aus dem Tourismus erwächst, spielt dabei eine große Rolle. Eine wichtige Erkenntnis ist dabei: Sollte das Tierleben durch illegales Jagen oder Wildern schwinden, werden auch ihre Einnahmen schwinden.

Salabamba Camp Site

Inmitten des wunderschönen Salabamba Kameldornwaldes, hat die Gemeinde einen Campingplatz mit einer exzellenten Infrastruktur errichtet. Große Schattendächer, fließend Kalt- und Warmwasser sowie versteckte Stellplätze machen den Aufenthalt zu einem Erlebnis. Nahe am Wasser gelegen, kann man von Salabamba aus sehr gut die Vogelwelt, Kudus und Elefanten beobachten. Für Reisende nach Botswana ist der Camping Platz ideal gelegen.

Mashi Crafts

Dieser ganz besondere Marktplatz liegt direkt an der Straßenkreuzung Kongola. Eine Kreuzung die jeder Reisende von oder nach Katima Mulilo fahrend, passieren muß. Die verschiedenen Gemeinden des Ost- und Westcaprivi bieten hier ihre qualitativ hochwertigen Körbe, Schalen und Schnitzereien an. Vom Stil her unterscheiden sich die Produkte sehr von denen in anderen Regionen des Landes.

Caprivi Arts & Culture Association

Die Nähe des Caprivi-Zipfels zu Angola, Botswana und Zambia, die ihrerseits zahlreiche Handwerksbetriebe beheimaten, gibt den caprivischen Holzschnitzern, Korbmachern und Töpfern viel Antrieb. Nehmen wir z.B. die caprivischen Töpferarbeiten. Sie sind für ihre charakteristische Schönheit und Symmetrie bekannt. Zu sehen gibt es diese herrliche Kunstfertigkeit der caprivischen Künstler im Caprivi Art Centre in Katima Mulilo. Ins Leben gerufen und geleitet wird es von einheimischen Caprivianern. Sie fördern, in dem sie die handgefertigten Stücke von über 120 Produzenten ankaufen. Die Stücke werden meist direkt in Katima Mulilo verkauft, aber auch in auswärtigen Orten angeboten.

Außergewöhnliche Beispiele einheimischer Handwerkskunst sind z.B. die berühmten „hölzernen Fahrräder. Sehenswert sind ebenfalls die während des ganzen Jahres stattfindenden kulturellen Aufführungen. Besucher können dabei viel über die zahlreichen alten Kulturen der Region von heute lernen.

Die Odjozondjupa Region

Diese Region befindet sich im äußersten Osten und Nordosten des Landes, südlich der Kavango Region. Der südliche Teil von Odjozondjupa wird hauptsächlich von Hereros bewohnt, die von Viehzucht leben. Die Stadt Okakarara ist die administrative Hauptstadt dieser Region.

NACOBTA ist an der Entwicklung eines Rastlagers beteiligt und sorgt so für genügend Unterbringungsmöglichkeiten während der vielen Viehauktionen und kulturellen Feste.

Weiter nördlich, in einem Gebiet, das oft als Buschmannland bezeichnet wird, leben die zahlreichen Stämme der San. Die San sind die ersten Bewohner Namibias. Viele von ihnen haben sich jedoch mittlerweile in Siedlungen und Dörfern niedergelassen und führen ein geregeltes Leben. Einige wenige aber bringen es noch fertig ihre traditionelle nomadische Lebensweise beizubehalten. Obwohl ihre Kultur sehr schnell verschwindet, wird gehofft, das ihre große Liebe für Geschichten und Lieder, als ein Hinweis auf ihre alte Kultur, überleben wird. Und NACOBTA unterstützt sie dabei.

Das Omatako Valley Rest Camp

Das Camp liegt im Omuramba Omatako und bietet Reisenden, in einem sanft abfallenden Tal voller dichter Büsche und Akazienbäume, eine willkommene Abwechslung zu den trockenen, flachen Savannen. Von hier aus werden geführte Buschtouren angeboten die dem Besucher die außergewöhnliche Gelegenheit geben, traditionell nach Nahrung suchende und jagende San zu beobachten und hautnah zu erleben. Traditionelle Tänzen und Köstlichkeiten der einheimischen Küche runden den Tag erfolgreich ab.

The Nyae Nyae Conservancy

Die Community der San von Nyae Nyae sind im Begriff in Namibia Geschichte zu schreiben. Sie sind die Ersten, die gemeinsam mit der Regierung ein Naturschutzprojekt entwickeln werden. Die Schaffung dieses Projekts wird den verstreuten Communities der Region mehr Kontrolle über ihre natürlichen Ressourcen geben. Und mit dieser Kontrolle wird eine Verantwortung für den gesamten Umgang mit der Umwelt entwickelt.

NACOBTA wird intensiv daran mitarbeiten und bei der Entwicklung der diversen Tourismusinitiativen unterstützend tätig sein. So z.B. beim Aufbau von Campingplätzen (einer existiert bereits in Makuri), Lodges sowie der Ausbildung örtlicher Reiseführer.

Diese Entwicklung wird einen außergewöhnlichen Einblick in die Kultur der San ermöglichen. Auch wird man Zugang zu den unglaublichen Weiten dieser Region erhalten und die natürliche Schönheit der Landschaft genießen können.

Die Omaheke- und Karas Region

Oft wird der Süden, als auch der Osten Namibias auf dem Weg zu den bekanntesten Touristenattraktionen des Landes nur durchfahren. Doch das wird diesen Regionen in keinster Weise gerecht. Denn gleich mehrere Attraktion können dort bewundert werden: So z.B. die Kalahariwüste.

Die Omaheke Region ist übrigens auch als das „Viehland“ Namibias bekannt. Zahlreiche Communities rufen derzeit Tourismusprojekte ins Leben, um den zunehmenden Verkehr auf dem Trans Kalahari Highway unterzubringen.

Die Karas Region hat zudem viele historische Sehenswürdigkeiten. Zwei davon sind die Städte Keetmanshoop und Bethanien. Auch die Schönheiten der Natur sind erwähnenswert. So z.B. der Brukkaros Berg, ein äußerst alter Vulkan. NACOBTA unterstützt diverse Tourismusprojekte zahlreicher Communities.


Nun haben Sie einen ersten Überblick über die Arbeit und Unterstützung der Communities durch NACOBTA gewinnen können. Nähere Informationen über NACOBTA und die Möglichkeiten den Community Tourism selbst kennenzulernen und zu fördern, erhalten Sie bei:

NACOBTA
NAMIBIA COMMUNITY BASED TOURISM ASSOCIATION
P.O. Box 86099 Eros, Windhoek
Tel. 00264 6 250558
Fax 00264 6 250647
E-Mail nacobta@iafrica.com.na


CAMP and GET IN TOUCH

Natürlich gibt es noch weitere Möglichkeiten, mit den Einheimischen in Kontakt zu treten und ihre ursprüngliche und auch heutige Lebensweise kennenzulernen.

What else ..... ?

N
achfolgend finden Sie weitere Möglichkeiten Spuren der alten Völker und deren Kultur zu entdecken:

Tsumeb Cultural Village

Und noch ein Open-Air-Museum der ganz besonderen Art. Zur Errichtung stiftete die Stadt Tsumeb 6,95 ha Land südlich des Tsumeb Caravan Park. Alle elf Stämme Namibias sind dort repräsentiert.

Bushman Trail

Der bekannte Buschmann-Experte Reinhardt Friedrich besitzt ca. 65 km von Tsumeb entfernt ein Stück Farmland, auf dem er sein Wissen über diesen Stamm mit einheimischen und ausländischen Besuchern teilt.

Der Besuch beginnt mit einem zweistündigen Vortrag über die Kultur der Buschmänner, ihre Waffen, ihre Fallen, ihre Kleidung, wie sie ihre Pfeile vergiften und welche Pflanzen und Bäume sie nutzen. Dem folgt eine zweistündige Vorführung, bei der verschiedene Hütten, Fallen, Bäume und Pflanzen im Original gezeigt und erklärt werden. Natürlich fehlt auch das Probieren eines typischen Gerichts nicht.

Die Unterkunft erfolgt selbstverständlich in Buschmannhütten. Diese sind jedoch so strukturiert, daß Leute von normaler Größe dort Platz finden. Campingplätze sind ebenfalls verfügbar. Zudem können zwei Wanderwege von 5 und 13 km genutzt werden. Ferner wird eine Tour, bestehend aus dem Bushman Trail, Tsumkwe und Bushmanland mit einer Nachtfahrt durch das Khaudum Game Reserve, angeboten.

Die Ombili-Stiftung

In Ombili leben etwa 250 Buschleute vom Stamm der Heikum und der Kung. Hier soll ihnen ein sanfter Übergang von ihrem früheren Leben als Jäger und Sammler in die moderne Welt ermöglicht werden. Sie lernen z.B. die Viehzucht, den Anbau von Gemüse und Früchten oder besuchen die durch den Lions Club Mosbach und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit finanzierte Schule. Etwa zehn Zauberdoktoren feiern mit ihren Leuten traditionelle Feste und Ombili fördert althergebrachtes Handwerk.

Gäste sind hier stets willkommen, nur um Anmeldung wird gebeten. Möglichst zwei Tage im voraus, um zu vermeiden, daß Besucher den Betrieb des Dorfes stören.
Nähere Informationen bei der:

Ombili Stiftung
Postfach 137 Tsumeb
Tel. 0678, den Vermittler um 13203 Mais-Rische bitten. Telefonzeiten: morgens und abends bis 21:00 Uhr

Kunst & Kultur vereint

Entdecken Sie einen wichtigen Teil des Community Tourism und nehmen Sie ein Stück Namibia mit nach Hause ! Wie Sie wissen, spielen die kleinen handgemachten Kunstwerke beim Community Tourism eine wesentliche Rolle. Wo Sie was bekommen können, erfahren Sie auf den folgenden Seiten:

Windhoek

Besonders schöne und relativ preisgünstige Stücke gibt es im Namibia Crafts Centre in der Mandume Ndemufayo Ave. 40. Hier präsentiert sich das Kunsthandwerk des ganzen Landes, traditionelles ebenso wie neu entwickeltes: Lederarbeiten, verzierte Straußeneier, Musikinstrumente und Schmuckstücke, Ton- und Korbwaren aus Caprivi, die Puppen der Herero, die Gürtel, Ketten und der Beinschmuck der Owahimba, aber auch schöne Stickereien, Kleider, Spielzeug, Holz-, Ton- und Lederarbeiten mit modernem Design. Kunst und Kulturgeschichte zum Anfassen.

Geöffnet: Mo-Fr 09:00 - 17:30 h Sa 09:00-13:00 h

Im sehenswerten Buschman Art and African Museum (Independence Ave.) findet der interessierte Besucher neben Artefakte der Buschmänner auch Kunst aus halb Afrika - hauptsächlich südlich des Äquators. Museum und Verkaufsausstellung sind hier in einer gelungenen Mischung unter einem Dach untergebracht. Der warme Farbton des Holzfußbodens der Halle und die weißgetünchten Wände lassen die ausgestellten Masken, Skulpturen, Trommeln, Stühle, Musikinstrumente und traditionellen Waffen wunderbar zur Geltung kommen. Die fundierte Sachkenntnis der Besitzer Heidi und Werner Milke vermitteln dem Besucher die komplizierten Zusammenhänge der Völker und ihren Traditionen. Buschman Art ist auch am Sonntagmorgen geöffnet.

Patchwork, gestickte Heimtextilien und andere feine dekorative Handarbeiten von Herero finden Sie im Tameka Upper Level P.O. Box 6230 Wernhil Park
Tel. 061/ 24 9178

Möchte man einen interessanten Ausflug mit einem Einkauf origineller und typisch namibischer Mitbringsel und Geschenke
verbinden, empfiehlt sich ein Besuch von PENDUKA in Kututura (geöffnet von 08:00 bis 17:00 Uhr). Das Wort bedeutet in der Sprache der Owambo und Herero übrigens „Wacht auf!“. Es ist der Name einer Organisation, die den namibischen Frauen helfen will, ein eigenes Einkommen zu verdienen und sich dadurch aus der Armut und wirtschaftlichen
Abhängigkeit zu befreien. Das Unternehmen bietet behinderten, ungeschulten und arbeitslosen Frauen die Gelegenheit, Gegenstände herzustellen, die sich gut verkaufen lassen. In der Werkstatt von PENDUKA entstehen auf diese Weise wunderschöne Souvenirs, wie z.B. Bett- und Tischwäsche, Kissen, Steppdecken, Wandbehänge, Schürzen, Westen, Taschen und zahllose andere Dinge. Aber auch Schmuck aus Leder und Metallperlen, die aus den vom Krieg zurückgebliebenen Kugeln entstanden sind, gehören zum kuriosen Angebot.

Alle Frauen, die für PENDUKA arbeiten, werden angeregt, nach eigenen Entwürfen zu arbeiten. Die Artikel, die man dort kauft, sind also immer Unikate.

Das gemütliche Café auf der Terrasse bietet mit seinem Blick auf die stille Wasserfläche des Goreangabdamm einen angenehmen Platz zum Verweilen. Auf einer kleinen Freilichtbühne werden Stammestänze und traditionelle Musik vorgeführt und Geschichtenerzähler ziehen jeden Zuhörer in ihren Bann. Derzeit plant Penduka ein Freilichtmuseum sowie Luxusbungalows im traditionellen Stil, in denen Touristen übernachten können. Auch an preisgünstige Unterkünfte für Rucksacktouristen soll gedacht werden.

1995 startete übrigens ein weiteres Ausbildungsprogramm für Behinderte: Das Ehafo Craft Nursery Projekt. Nur wenige Kilometer von Windhoek entfernt, auf dem Weg zum International Airport, können Waren, wie z.B. Gemüse, Topfpflanzen, frische Blumen und sogar Möbel erworben werden. Auch Reparaturen an Schuhen, Möbeln und anderen Gebrauchsgegenständen werden dort preisgünstig erledigt.

In und um Karibib

Bereits im Jahre 1979 wurde die der Privatschule von Karibib angegliederte und überaus erfolgreich tätige Webschule mit dem Namen „Der Webervogel“ gegründet. Die dort ausgebildeten Weberinnen erhielten zusätzlich Unterweisung in Deutsch, Mathematik, Zeichnen und Entwurf. Auf diese Weise errang die Webschule Karibib einen international fest verankerten Ruf. Der Reisende erlebt bei der Besichtigung der Schule die aufregende Entdeckungsfahrt des Zusammenspiels aus Material, Muster, Farben und Inspiration. Die auf diese Weise kunstvoll hergestellten Teppiche aus Karakulwolle werden hier natürlich auch zum Verkauf angeboten.

In und um Tsumeb

S
ehr schönes Kunsthandwerk aus der Region rund um Tsumeb kann man im Arts and Crafts Centre in der Main Str. kaufen. Hier gibt es Kleider, Keramik, Körbe und die Möglichkeit, den Handwerkern und Künstlerinnen bei der Arbeit zuzusehen.

Im Süden

Wußten Sie, daß Namafrauen sehr geschickte Näherinnen sind ? Ihre Stickereien und Applikationen werden heute sogar als traditionelle Kunst angesehen Inspiriert durch ihre tägliche Umgebung und die Lebensweise ihres Volkes bestehen die Arbeiten meist aus hellen und farbigen Motiven, ausdrucksvoll und heiter. Die von den Namafrauen getragenen, selbstgemachten traditionellen Patchworkkleider sind ausnahmslos schön gestaltet. Zwei Projekte fördern und koordinieren diese Talente: ANIN, im Hoachanas Gebiet, und Gibeon Folk Art, im Dorf von Gibeon.

Töpferkunst in der Oshana Region

In Oshiko, zehn Kilometer außerhalb von Oshakati, liegt das Oshana-Kunstzentrum. Dort haben die einheimischen Töpferinnen einen Absatzmarkt für ihre Kunst gefunden. Und die kann sich sehen lassen. Obwohl die Frauen im hohen Norden nicht mit Glasur arbeiten, sondern - wie seit Jahrhunderten - traditionell mit Kuhmist in der Erde brennen und ihre Töpfe auf Dauer nicht hundertprozentig wasserdicht sind, haben ihre Formen und Farben eine Schönheit und Wärme, die sie sehr dekorativ macht.

In der Kavango Region

Die Heimat der Holzschnitzer Namibias ist die Stadt Rundu. Schon seit Generationen wird dieses Handwerk dort fortgeführt und kann in der Mbungura Woodcraft Cooperative bestaunt und erworben werden.

Die Bedeutung von „Hilfe zur Selbsthilfe“

Hier ein nachahmenswertes Beispiel: Im Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik haben sich Beamte und Angestellte aller Laufbahngruppen zu einem privaten Verein zusammengeschlossen - dem „Förderkreis Dritte Welt“. Dessen Ziel ist es, einfache und überschaubare Projekte der Entwicklungshilfe durchzuführen, die unmittelbar den bedürftigsten und ärmsten Bevölkerungsschichten zugute kommen: Hilfe zur Selbsthilfe heißt dabei die selbstverständliche Richtschnur. Die Gelder stammen ausschließlich aus Spenden, die Verwaltung und Projektvergabe erfolgt ehrenamtlich und außerhalb der Dienstzeit, es entstehen keine Verwaltungskosten.

In Zusammenarbeit mit der Botschaft Windhoek konnte dabei in Katima Mulilo im Caprivi ein Projekt durchgeführt werden, das besonders beispielhaft belegt, wie mit nur geringem finanziellen Einsatz ein echter Anstoß zur Selbsthilfe gegeben werden kann, wenn alle Beteiligten entschlossen sind, den wirtschaftlichen Erfolg zu erreichen.

Aus einer bescheidenen Spende von 4.000 DM, an eine Frauengruppe 1995 zum Aufbau einer Nähkooperative gegeben , hat sich nicht nur ein Unternehmen mit bescheidenem Profit für alle Beteiligten entwickelt. Der örtliche Farmerverband „Likwama“ hat die Kooperative 1996 integriert und finanziert aus eigenen Mitteln eine Lehrerin zum Schneidern und Vermarkten. Aus dem Nähprojekt Katima Mulilo wurde so das Likwama Women`s Training, Service & Resource Centre.
So ein Projekt ist nicht nur Hilfe zur Selbsthilfe, sondern auch ein gutes Beispiel zum Nachmachen. Wer mehr erfahren will, wende sich entweder an die Deutsche Botschaft in Windhoek oder direkt an den Förderkreis im Auswärtigen Amt in Bonn.

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