Gesund reisen - für einen unbeschwerten Urlaub
Die medizinische Versorgung in Namibia
ist recht gut. Selbst in kleineren Orten findet man Krankenhäuser
und Erste-Hilfe-Stationen. Nur in Wüstenregionen und auf
dem Lande sind Ärzte nicht in leicht erreichbarer Nähe.
Eine gut ausgestattete Reiseapotheke, bestehend aus Insektenmittel,
Verbandszeug und Schmerzmittel, sollte daher stets zum Reisegepäck
gehören. Antibiotika sind in Apotheken der Städte erhältlich.
Nachfolgend sind die wichtigsten Tipps und Vorsichtsmaßnahmen
aufgeführt, die bei Beachtung eine Reise durch Namibia zu
einem gesunden Genuss werden lassen.
Impfungen:
Impfungen sind in Namibia nicht erforderlich. Eine Malariaprophylaxe
wird jedoch dringend empfohlen, besonders bei Reisezielen im Etosha
National Park und nördlich davon. Wenden Sie sich bitte stets
vor Ihrer Abreise an Ihren Hausarzt und oder das nächste
Tropeninstitut.
Malaria:
Malaria kommt hauptsächlich im Norden Namibias vor.
Neuerdings gibt es jedoch auch in den zentralen Regionen und gelegentlich
im Süden des Landes vereinzelte Malariafälle. Übertragen
wird die Krankheit durch den Biss eines infizierten Moskitos.
Speziell während der Abend- und Morgendämmerung ist
die Moskito-Gefahr am größten. Malaria kann eine lebensgefährliche
Krankheit sein, wenn sie nicht umgehend behandelt wird. Die charakteristischen
Symptome der Malaria sind Schüttelfrost, hohes Fieber, starke
Schweißausbrüche, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen
und starker Durst ähnlich wie bei einer Grippe. Sollten
die genannten Symptome selbst nach der Rückkehr ins Heimatland
noch auftreten, sollte sofort der Hausarzt kontaktiert und der
Auslandsbesuch in einem eventuellen malariainfizierten Gebiet
erwähnt werden ! Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
empfiehlt daher eine Malaria-Prophylaxe. Bei der Wahl des Mittels
zur Vorbeugung beraten der Hausarzt, das Gesundheitsamt oder ein
Tropeninstitut (z. B. die Reisemedizinische Beratungsstelle
Hamburg, Anschrift: Seewartenstr. 10, 20459 Hamburg, Tel.
040 - 42818800, Fax 42818340). Die Prophylaxe erfolgt in
Form von Tabletten (in Deutschland rezeptpflichtig).
In Windhoek ist Malariaprophylaxe in Apotheken rezeptfrei erhältlich
und auch preisgünstiger als in Deutschland.
Weitere Schutzmaßnahmen:
Mückenspray (z.B.
Autan oder Peaceful Sleep, auch erhältlich in Apotheken oder
Supermärkten)
Insektenspray für den Raum.
Räucherspiralen für den Raum (erhältlich
in Namibia in Apotheken und Supermärkten)
Hemden mit langen Ärmeln und lange Hosen tragen, speziell
draußen und nach Anbruch der Dunkelheit.
Ein sicheres Moskitonetz für das Bettlager. Überall
erhältlich, auch in Windhoek: z.B. in Le-Trip
im Wernhill Einkaufscenter, in Ernst Holtz im
Gustav Voigt Centre oder im Direktvertrieb, z.B. bei Mossi
Nets Otavi (namibische Handarbeit)
P.O. Box 163 Otavi Tel. 067/ 24 2899 Fax. 24 2611.
Viele Gästefarmen, Lodges oder Hotels und selbst Campermietwagen
sind mit Moskitonetzen ausgestattet. Entsprechende Informationen
sind bei der jeweiligen Reservierung zu erhalten.
Diese Auskünfte
ersetzen nicht die Information Ihres Arztes oder einer adäquaten
Informationsstelle. Wenn Sie jedoch die genannten Richtlinien
beachten, ist die Gefahr einer Malariainfektion minimal, und Sie
können Ihre Reise durch Namibia ohne Sorgen genießen.
Blutkonserven:
Blut wird in Namibia ausschließlich von ausgesuchten,
unbezahlten freiwilligen Blutspendern gespendet. Der Blutspendedienst
von Namibia untersucht alle Blutspenden sorgfältig auf übertragbare
Krankheiten. Alle Blutuntersuchungen werden von qualifiziertem
Personal nach standardisierten, international anerkannten Methoden
durchgeführt und regelmäßig strengen Qualitätskontrollen
unterworfen. Delegationen der Weltgesundheitsorganisation und
der Föderation der Rot-Kreuz-Gesellschaften haben den Blutspendedienst
von Namibia besucht und seine Qualität anerkannt.
Die Klimaverträglichkeit:
Das überwiegend trockene Klima mit wenig Luftfeuchtigkeit
ist durchweg gut zu vertragen, wenn darauf geachtet wird, genügend
Flüssigkeit aufzunehmen. Der durch das Schwitzen verursachte
Salzverlust wird auf diese Weise leicht wieder ausgeglichen. Wichtig
für jede Reise sind außerdem eine Sonnenbrille, Sonnenschutzmittel
und eine Kopfbedeckung. Wanderungen sollten in den Hochsommermonaten
November - März nicht zwischen 11:00 Uhr und 15:00 Uhr unternommen
werden.
Das Wasser von Namibia:
Im Gegensatz zu anderen afrikanischen Staaten ist die Qualität
des Trinkwassers in Namibia sehr gut . Die Ausnahme sind stehende
Gewässer. Dieses Wasser sollte stets abgekocht werden.
Schlangen & Skorpione:
Gelegentlich kommt es bei Safaris zu Schlangenbissen und
Skorpionstichen. Deshalb sollten bei derartigen Exkursionen feste
Stiefel getragen werden. Bitte keine Steine umdrehen oder in Felslöcher
greifen! Es sind bevorzugte Aufenthaltsorte dieser Tiere.
Am Abend sollte man immer eine Taschenlampe mitführen.
Magen & Darm:
Magen- und Darmverstimmungen sind in Namibia, wie in allen
exotischen Reiseländern, das zentrale Gesundheitsproblem.
Durchfall ist eine Reaktion auf Bakterien, die für die Darmflora
ungewohnt sind. Vor allem in den ersten Tagen des Aufenthalts
sollten daher Leitungswasser, ungeschältes Obst, Salat und
Speiseeis gemieden werden. In jedem Fall gehören Mittel gegen
Durchfallerkrankungen in die Reiseapotheke.
Medikamente & Apotheken:
Eine breite Palette an Medikamenten und Antibiotika kann
man in fast allen Städten kaufen. Die Apotheken haben teilweise
sogar Drugstore-Charakter, bieten also auch Kosmetik- und Drogerieartikel
an.
Ärztliche Betreuung:
Die medizinische Betreuung in Namibia ist recht gut, speziell
in den Zentren. In den kleineren Orten findet man Krankenhäuser
und Erste-Hilfe-Stationen im Telefonbuch unter der Rubrik Ministry
of Health and Social Services. Bei der dünnen Besiedelung
des Landes und den weiten Entfernungen sollte man sich jedoch
stets darüber im Klaren sein, dass der nächste Arzt
oder das nächste Krankenhaus durchaus eine Tagesreise entfernt
sein können.
Die fliegende Hilfe
Schnelle und kompetente Hilfe über Land oder mit
dem Flugzeug und/oder dem Helikopter bieten: Aeromed Namibia CC
Medical Emergencies
P.O. Box 80274, Windhoek
Tel. 061 24 9777 od. 23 1236
Fax. 231254
Medrescue
Medical Emergency Service
P.O. Box 31630, Windhoek
Tel. 061 23 0505 Fax 061 24 8114
Bei Aeromed Namibia und Medrescue kann eine medizinische Zusatzversicherung
abgeschlossen werden, die einen Anspruch auf einen Notdienst zur
Bergung Verletzter mit umfasst.
Das Gesundheitsministerium
Ministry of Health and Social Services
Private Bag 13198, Windhoek
Tel. 061 20 39111 Fax 061 22 7607
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