Namibia - Aktiv sein im Land der Kontraste


Golfen

Angst vor Bunkerschlägen ? Kein Problem: Ein Golfurlaub in Namibia, und man will immer nur noch Sand spielen. Das Wüstenland hat genug Platz, um ungehindert Golf zu spielen. Wer es dennoch vorzieht, auf sattgrünen Fairways zu spielen und auf schönen Grüns zu putten, kommt genau so auf seine Kosten wie der Sandbuchten-Fan. Er darf nur keinen extremen Slice oder Hook schlagen - dann landet der Ball garantiert in der Wüste.

Abschlag bei 30 Grad

Trotz Temperaturen bis 30 Grad im Schatten sprießen in Namibia Golfplätze wie blühende Oasen aus dem Wüstenboden. Der Abschlag in der Wüste - unter der Begleitung eines neugierigen Wüstenschakals oder kritischen Affenaugen - ist stets aufs Neue ein ungewöhnliches Erlebnis für jeden Golfer. Diejenigen, die sich am frühen Morgen auf die Bahnen begeben, werden meist von grasenden Springböcken oder durch das lautstarke Gequake Ägyptischer Gänse auf dem Fairway begrüßt.

In Windhoek und Swakopmund befinden sich nur zwei von über zwanzig Golfclubs im ganzen Land, auf denen man den Abschlag von einer anderen Seite erleben kann. Nicht überall findet man 18-Loch-Plätze, doch immer wieder beeindruckt die ungewöhnliche Umgebung.

Zugegeben: Niemand wird Namibia allein wegen seiner Golfplätze besuchen.
Der hauptsächliche Anziehungspunkt ist und bleibt das Land selbst. Eine Woche oder zwei Wochen reichen kaum aus, die Schiffswracks an der Skelett-Küste zu erleben, die heiße „Etosha-Pfanne“ zu besuchen, die großen Wüsten Namib und Kalahari zu sehen, die höchsten Dünen der Welt bei Sossusvlei zu bestaunen und in einer der Lodges zu verweilen, wo am Abend die gesamte Klein- und Großtierwelt Afrikas zur Tränke kommt. Es lässt sich in Namibia auch auch ohne Golf aushalten - wenigstens für ein Weilchen.

Greens & Fairways

Nur bei einer Handvoll der 23 Golfplätze sind die Greens tatsächlich grün. Es gibt Wüstenplätze, bei denen die Greens braun sind, weil sie aus festgestampftem Sand bestehen. Mit einem großen Besen oder Wischtüchern hat man nachher seine Spuren zu verwischen. Es gibt andere Plätze, bei denen nur die Greens grün sind, die Fairways aber aus Sand bestehen. Schließlich bleiben noch jene mit grünen Greens und grünen Fairways, so wie überall auf der Welt.

Die Plätze in Windhoek, Walvis Bay, Henties Bay und in Swakopmund bieten das, was mitteleuropäische Golfer erwarten, wenn sie Golfreisen unternehmen. Es hat schon seinen besonderen Reiz, wenn rundherum nur „Bunker“ ist und lediglich die Spielbahnen der Golfplätze sattes Grün zeigen. Da es in Namibia kaum regnet, kommt das Wasser aus Bohrungen oder den Klärwerken der Städte.

Wüstentraum ? - oder Fatamorgana ?

Den kleinen weißen Ball durch die älteste Wüste der Welt befördern - Traum oder Wirklichkeit? 5 Km von Swakopmund entfernt, an der Straße nach Windhoek, liegt ein Prunkstück in Sachen Golfen in Namibia: der Rossmund Golf Course.

Einst heruntergekommen, wurde der von britischen Soldaten angelegte Golfplatz, nach und nach zu einem 18-Loch-Course (Par 72/ 6068 m) mit saftigen Greens, Palmen, bunten Sträuchern und sogar Wasserhindernissen umgestaltet. Es gibt ein geräumiges Clubhaus und einen Pro-Shop. Jegliches Equipment kann gemietet werden. Die Greenfee beträgt ca. 30 Mark. Auch „Rabbits“ haben hier die Möglichkeit, die ersten Bälle zu schlagen und sich vom Golfvirus anstecken zu lassen.

1997 wurde auf dem Rossmund Golf Course das erste Pro/Am-Turnier der Geschichte Namibias ausgetragen. Bei Temperaturen von 20 bis 25 Grad spielten 30 Pro und 90 Amateure um ein Preisgeld von 100 000 Namibia-Dollar (1997: ca. 40 000 Mark).

Neben der außergewöhnlichen Szenerie, die den Golfer bei jedem Abschlag aufs Neue gefangen nimmt, bietet der Golfclub weitere Aktivitäten: Schwimmen, Angeln, Bootsfahrten, Fischen, Safaris und Wüstentouren. Nähere Informationen bei:

Rossmund Golf Course
P.O. Box 348 Swakopmund
Tel. 064 / 405644 Fax. 405217

A
lternativ dazu können Golfer ihre Fähigkeiten auf dem 9-Loch-Gras- und Tongolfkurs in Walvis Bay beweisen, der ebenfalls in die Schönheit der Namib-Wüste eingebettet ist:

Walvis Bay Golf Club


Einen weiteren 18-Loch-Golfkurs
(Par 72/ 6.050m) bietet das luxuriöse

Windhoek Country Club Resort
P.O. Box 30777 Pioniers Park
Tel. 061 / 205 5911 Fax. 25 2797
Greenfee: ca. 30 Mark.

D
icht an der Grenze zu Südafrika liegt der Oranjemund Golf Club. Auf den Landkarten ist die Gegend als „Diamond Area“ ausgewiesen, was gleichbedeutend ist mit: „Betreten verboten“. Natürlich haben Golfer trotzdem die Möglichkeit dorthin zu gelangen. Entsprechende Papiere, die im voraus eingereicht und abgestempelt werden müssen, erlauben den Abschlag auf diesem ungewöhnlichen Course. Mit Kontrollen ist jedoch stets zu rechnen. Die nötigen Formulare erhält man beim .........

Oranjemund Golf Club
P.O. Box 221 Oranjemund

Eine ganz besondere Herausforderung für jeden Golfer ist der Lüderitz Golf Club! Wer den Ball trifft, kann von Glück reden, denn der stetig starke Wind sorgt für das reinste Golfabenteuer.

Von Green zu Green - Abschlagen, wo die Sonne Körper und Seele wärmt:

Gobabis Golf Club
P.O. Box 443 Gobabis

Grootfontein Golf Club
P.O. Box 43 Grootfontein

Henties Bay Golf Club
P.O. Box 199 Henties Bay

Karasburg Golf Club
P.O. Box 100 Karasburg

Katima Mulilo Golf Club
P.O. Box 163 Katima Mulilo

Kavango Golf Club
P.O. Box 132 Rundu

Keetmanshoop Golf Club
P.O. Box 471 Keetmanshoop

Kombat Golf Club
P.O. Box 141 Kombat

Lüderitz Golf Club
P.O. Box 163 Lüderitz

Mariental Golf Club
P.O. Box 315 Mariental

Okahandja Golf Club
P.O. Box 166 Okahandja

Omaruru Golf Club
P.O. Box 9 Omaruru

Oshakati Golf Club
P.O. Box 1975 Oshakati

Otjiwarongo Golf Club
P.O. Box 831 Otjiwarongo

Outjo Golf Club
P.O. Box 53 Outjo

Rehoboth Golf Club
P.O. Box 3553 Rehoboth

Rosh Pinah Golf Club
P.O. Box 70 Rosh Pinah

Tsumeb Golf Club
Mr. T. de Beer
P.O. Box 1477 Tsumeb

Uis Golf Club
P.O. Box 2 Uis

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