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Der noch junge unabhängige Staat Namibia an der Südwestküste Afrikas grenzt im Süden an Südafrika, im Osten an Botswana und im Norden an Angola. Der schmale Caprivi-Zipfel erstreckt sich von der Nordostecke des Landes ostwärts bis nach Sambia.

Offizieller Name: Republic of Namibia

Landesname: Der Name des Staates leitet sich von der Wüste Namib ab, die den gesamten Küstenraum des Landes einnimmt.

Politisches System: Republik seit 1990 mit Verfassung von 1990. Allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahre. Zwei-Kammern-Parlament mit Nationalversammlung (72 Abgeordnete, Wahl alle 5 Jahre) und Nationalrat (26 Mitglieder, Wahl alle 6 Jahre). Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre, einmalige Wiederwahl zulässig.

Gerichtswesen: 1 Obergericht, 24 Magistratsgerichte

Landesfläche: 824.292 km2 (Weltrang 33), davon 22% Wald, 64% Wiesen und Weiden

Ausdehnung: N-S 1300 km, W-O 1450 km

Landesgrenzen: 3 824 km (Angola 1 376 km, Botswana 1 360 km, Südafrika 855 km, Sambia 233 km)

Küste: 1 572 km

Gliederung: 13 Regionen (Caprivi, Erongo, Hardap, Karas, Khomas, Kunene, Ohangwena, Okavango, Omaheke, Omusati, Oshana, Oshikoto, Otjozondjupa)

Hauptstadt:: Windhoek

Offizielle Sprache: Englisch

Staatsreligion: keine

Währung: 1 Namibischer Dollar = 100 cents

Bevölkerung: 1 695 000

Bevölkerungsdichte : 2,1 Menschen je km2

Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung: Ovambo 50.7%; Nama 12.5%; Kavango 9.7%; Herero 8.0%; San (Buschmänner) 1.9%; Tswana 0.4%; andere 16.8%

Größte Städte: Windhoek 125.000; Swakopmund 15.500; Rundu 15.000; Rehoboth 15.000; Keetmanshoop 14.000

Internationales Kennzeichen: NAM

Nationalfeiertag:
21. März (Tag der Unabhängigkeit von Südafrika im Jahre 1990)

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Geographische Lage: zwischen 17° und 29° südlicher Breite sowie 12° und 25° östlicher Länge

Geographische Merkmale: höchster Berg --> Brandberg 2606 m.

Geographie: Die Sanddünen der Namib-Wüste erstrecken sich von der Küste bis zum Fuß der großen Gebirgsschwelle des Zentralplateaus. Die höchsten Berge erheben sich in der Landesmitte um die Hauptstadt. Die Hochebene selbst nimmt den Ostteil des Landes ein und ist bedeckt von der Trockenvegetation der Wüste Kalahari.

Klima: Das Klima ist im Allgemeinen heiß und sehr trocken, periodische Regenfälle bleiben meist auf den Norden beschränkt.

  Höhe Temp. Januar Temp. Juli Niederschlag (Jahr, mm)
Windhoek 1728 23 °C 13 °C 237

 

Fauna/Flora: In der Namib-Wüste gedeihen lediglich Sukkulenten und die außergewöhnliche Welwitscha, die die Feuchtigkeit der Seeluft aufnehmen kann. Die Welwitschia, oft als lebendes Fossil beschrieben, kann sehr alt werden. Einige Exemplare dieser Art werden auf etwa 2000 Jahre geschätzt. Im Landesinneren ist die Landschaft weniger karg: hier findet man Trockensavanne mit den typischen Dornsträuchern und Hartgräsern und im äußersten Norden auch Baumsavanne. Die artenreiche Tierwelt ist charakteristisch für Südafrika und umfasst Giraffen, Elefanten, Zebras, Leoparden, Geparden, Paviane, Kudu-Antilopen, Löwen, Greifvögel und Flamingos; Seelöwen leben an der Küste. Der Etoscha-Nationalpark gehört zu den größten Wildreservaten der Welt.

Zeitzone: MEZ +1,0 Stunde(n)

Durchschnittliches Jahreseinkommen je Einwohner: 2.115 $ (US)

Geburtsrate je 1000 Menschen: 37,5 (Weltdurchschnitt 25,0).

Todesrate je 1000 Menschen: 11,9 (Weltdurchschnitt 9,3).

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Wirtschaftliche und soziale Kennziffern:

Dienstleistung: (in %) 55,9
Industrie: (in %) 34,2
Landwirtschaft: (in %) 10
BSP/Kopf: (US$) 2110
Inflation: (in %) 5,4
Arbeitslosigkeit: (in %) 38
Urbanisierung: (in %) 37
Bev.-Wachstum/Jahr: (in %) 1,6
Kindersterblichkeit: (in %) 6,5
Einwohner pro Arzt: 4328

Ressourcen:  Diamanten, Kupfer, Gold, Uran, Blei, Zinn, Erdgas, Eisenerz, Fischereiprodukte, Fisch.

Wirtschaft: Lange Zeit galt Namibia als Oase eines bescheidenen Wohlstands. Doch nun drohen - wegen der Teilnahme an Kämpfen in Nachbarländern - dunkle Wolken. Der Tourismus geht rapide zurück, der Export wird behindert.

Verkehr: Schienennetz 2382 km. Straßennetz 64 799 km, davon 7841 km Pisten. Intern. Flughäfen in Windhoek und Walfischbai, staatl. Fluglinie Air Namibia. Wichtigste Häfen in Lüderitz und Walfischbai.

Kommunikation: 5 Rundfunk- und 2 Fernsehsender. Auf 1000 Einwohner kommen 144 Radios, 37 Fernseher, 69 Telefone, 11,7 Handys, 24,1 PCs und 1,21 Internetzugänge.

Umwelt/Tourismus: Geschützte Gebiete 12,4% der Landesfläche. 1998 kamen 560 000 Besucher ins Land, darunter traditionell viele Deutsche. Einnahmen daraus 288 Mio. US$.

Sehenswürdigkeiten: Kolonialgebäude in Windhuk; Etoscha-Nationalpark und zahlreiche weitere Naturreservate.

Bildung: Schulpflicht von 6 bis 16 Jahren. Im primären Bereich wurden 92% der altersrelevanten Bevölkerung eingeschult. Universität in Windhoek. Analphabetenrate 37% (geschätzt).

Kultur: Die namibische Kultur ist von den Einflüssen der britischen und deutschen Kolonialherren ebenso geprägt wie vom Zusammenspiel verschiedener schwarzafrikanischer Traditionen. Durch die langen Jahre des Bürgerkriegs und die wirtschaftliche und kulturelle Abhängigkeit von Südafrika konnte sich erst nach der Befreiung des Landes eine eigene namibische Kulturszene entwickeln.

Armee: Keine Wehrpflicht. 5.800 Mann (Heer 98,3%;   Luftwaffe 1,7%). Anteil des Militärbudgets am Staatshaushalt 5,8%.

Flagge: 1162.gif (8324 Byte)Am 21.03.1990 offiziell gehisst. Blaues Dreiecksymbol für Himmel, Regen, Wasser. Sonne = Kraft und Leben. Roter Schrägstreifen = das Volk. Weißer Rand = Einheit/Friede. Grünes Dreieck = Vegetation.

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Kurzinfos: Auch wenn die koloniale Macht kaum mehr als 30 Jahre währte (1884- 1915), der Name Deutsch-Südwest ließ im Kaiserreich Wilhelms II. das Nationalbewusstsein wachsen. Neben den übermächtigen Engländern und Franzosen zeigten im Süden des Schwarzen Kontinents endlich auch die Deutschen Flagge. Nach Aufständen der Nama und Herero (1904/05), die vom deutschen General Lothar von Trotha niedergeschlagen wurden, endete die deutsche Ära in Südwestafrika bereits 1915. Deutsche Ortsnamen und Sprache aber blieben bis in die Gegenwart erhalten. Vom Völkerbund wurde das Land 1920 als Mandatsgebiet an Südafrika übertragen. Die Kap-Republik wollte sich das Land 1946 als Provinz einverleiben, was die UNO zurückwies. 1966 wurde das Mandat durch die UNO beendet, 2 Jahre später das Gebiet in Namibia umbenannt. Der internationale Gerichtshof in Den Haag erklärte 1971 die Dominanz Südafrikas über Namibia für illegal. Gleichwohl versuchte Pretoria, Pläne für eine namibische Selbstständigkeit nach eigenen Wünschen durchzusetzen. Militärische Erfolge der Befreiungsbewegung SWAPO (gegründet 1957) und wachsender internationaler Druck führten aber zu größerer Eigenständigkeit und 1990 zur Unabhängigkeit Namibias. Bei den Parlaments- und Präsidentenwahlen am 30.11. und 1.12.1999 verteidigte Präsident Sam Nujoma (70) mit einer Zweidrittelmehrheit seiner südwestafrikanischen Volksorganisation (SWAPO) für weitere fünf Jahre die Macht in Namibia. Nujoma erhielt rund 77% der Stimmen, Gegenkandidat Ben Ulenga vom Kongress der Demokraten (COD) etwa 12%. Bei den Parlamentswahlen kam die SWAPO auf rund 76%. Die Demokratische Turnhallen-Allianz (DTA) und der COD hatten  einen Stimmenanteil von 9,8% bzw. 9,3%. Die früher eng mit dem Apartheidsregime im benachbarten Südafrika verbundene DTA verlor im Vergleich zu den Wahlen von 1994 fast die Hälfte ihrer Stimmen. Der COD war im März 1999 von unzufriedenen ehemaligen SWAPO - Mitgliedern gegründet worden.

Namibia wird in den Kurzinfos folgender Länder erwähnt: Südafrika.

 


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Weitere Informationen im Internet:

Regierungsinstitutionen:

Auslandsvertretungen:

Politische Parteien:

Kommunen:

Quelle: Erdkunde-Online 2002