Namibia - Aktiv sein im Land der Kontraste
Sport der Lüfte
Sanft trägt der Wind einen Heißluftballon
über die Ausläufer der Namib Wüste. Der atemberaubende
Blick lässt das Herz für eine Weile stillstehen, bevor
man mit dem nächsten kraftvollen Atemzug versucht, diese
herrliche Landschaft in sich aufzunehmen. Das Ballonfahren ist
nur eine von vielen Möglichkeiten, den Himmel Namibias zu
entdecken. Meist strahlend blau, lädt er auch zum Segelfliegen
und Fallschirmspringen ein. Ob gemächlich oder voller Abenteuerlust
- das Erlebnis grenzenloser Weite beschert aus der Vogelperspektive
einen Genuss ganz besonderer Art.
Ballonfahren
Reisen mit den Wolken, mit dem Wind. Ergreifende Stille
und ewige Weite. Der Wind trägt dich, wohin er will. Vorher
weißt du nie genau, wo du landest. Wie ein fauchender Drache
spuckt der Brenner des Heißluftballons seine Flammen in
die Luft. Eine aufregende und zugleich entspannende Art, das schöne
und geheimnisvolle Land Namibia kennenzulernen.
Unter dem sacht dahingleitenden Ballon zieht die Landschaft
vorbei. Ausgetrocknete Flussläufe, die niemals das Meer erreichen
werden. Knorrige Kameldornbäume, die ihre vertrockneten Äste
gen Himmel strecken - abgestorben, weil der Fluss die Richtung
gewechselt hat und ihre Wurzeln nie wieder tränken wird.
Hundert Meter hohe Dünen, deren rote Oberfläche unter
der Sonne hart und scharfkantig gebacken wird, und eine einzige
Schotterstraße, die geradewegs in Nichts zu führen
scheint. Hektisch und verwirrt rennt eine Straußenfamilie
mal nach rechts, mal nach links, in der Hoffnung, dem großen
schwarzen Schatten zu entfliehen, der sie verfolgt.
Die beste Zeit des Ballonfahrens ist am frühen Morgen
oder am späten Nachmittag. Mittags kann es im Korb manchmal
sehr heiß werden. Wichtig ist die Windgeschwindigkeit. Ist
es windstill am Boden, ist der Aufbau des Ballons kein Problem.
Doch schon bei einer kleinen Brise wird die ganze Aktion zu harter
Arbeit. Ab Windstärke drei ist kein Start mehr möglich.
Ein Gefühl für den Wind bekommt man schnell. Man braucht
nur ein kleines Stück Papier in die Luft zu werfen. Die horizontalen
Luftströmungen bestimmen die Fahrtrichtung. Riskant wird
es erst, wenn sich die Windbedingungen am Boden ändern.
Um den Ballon seinem gewünschten Ziel einigermaßen
nahe zu bringen, muss der Pilot die Fahrthöhe so wählen,
dass der jeweils vorherrschende Wind die Fahrtrichtung beeinflusst.
Der physikalische Gegenspieler einer langen Fahrtdauer,
der Wärmeverlust der Ballonhülle, gewinnt bei wachsende
Höhe und entsprechend sinkender Außentemperatur deutlich
an Einfluß. Es leuchtet ein, dass sich demnach die Reisezeit
im Ballon mehr als verdoppeln lässt, wenn die Höhe nicht
2300 Meter beträgt, sondern nur etwa 500 Meter. Dass Ballons
nicht lenkbar sind, macht das ganze Vergnügen zu einem Abenteuer.
Angebote
Diese älteste Form der Luftfahrt wird in Namibia
von geprüften Unternehmen mit gut geschultem Personal, häufig
in Verbindung mit einem speziellen Safaripaket, angeboten. Dabei
wird in einer Wüstenlodge oder einem luxuriösen Zeltcamp
übernachtet.
Jeden Morgen bei Sonnenaufgang (gute Wetterbedingungen
vorausgesetzt) starten z.B. die beliebten Ballonfahrten der Namib
Sky Adventure Safaris von Camp Mwisho auf der Farm Kwessiegat,
50 km südlich von Sesriem oder der Sossusvlei Karos Lodge.
16 Personen finden im Korb des riesigen Ballons Platz. Mit einem
für Ballonfahrer traditionellen Champagner-Frühstück,
serviert am Landeplatz, wird das atemberaubende Erlebnis im Anschluss
gefeiert.
Nähere Informationen und Reservierung:
Namib Sky Adventure Safaris
P.O. Box 197, Maltahöhe
Tel. 00264 63 293233
Fax 00264 63 293241
E-Mail namibsky@mweb.com.na
Abenteuer Afrika Safari
P.O. Box 1490 Swakopmund
Tel. 00264 64 404030
Fax. 00264 64 464038
E-Mail bushtrac@iafrica.com.na
Segel- und Drachenfliegen
Stabile Witterungsverhältnisse und die daraus resultierende
optimale Thermik bieten gute Möglichkeiten, sich auch mit
dem Segelflugzeug oder Flugdrachen in die Lüfte zu erheben.
Das Drachenfliegen wird vor allem in den Dünen ausgeübt.
Ein Dorado für Segelflieger ist die 200 km südöstlich
von Windhoek gelegene Gästefarm Bitterwasser. Die zentral
gelegene Lodge bietet Rund- und Taxi­flüge sowie Tagesausflüge
zum Hardap-Stausee, nach Sossusvlei und Swakopmund, sogar bis
hin zur Etosha-Pfanne. Auch Flugunterricht kann genommen werden.
Fotosafaris, Pirschfahrten, Drachenfliegen, Reiten, Wandern, Volleyball
und Mountainbiking sorgen für weitere Abwechslung.
Fliegerisch bietet Bitterwasser hervorragende Bedingungen
selbst für größte Streckenflüge und ist Ausgangspunkt
für viele nationale Rekorde. Aber auch Weltrekorde mit Basishöhen
bis über 5000 m MSL sind hier bereits geflogen worden. Steigwerte
von 3 bis 7 m/s, ja bis zu 8 und 9 m/s sind keine Seltenheit.
Die Sicht reicht meist bis zu 200 km. Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten,
die von Bitterwasser aus auf Langstreckenflügen erreicht
werden können, ist die Farm auch bei der Federation Aeronautic
Internationale (FAI) gut bekannt.
Folgende Flugzeuge stehen z.Zt. zur Verfügung:
1 Nimbus 4DM 1 Nimbus 2 DM
1 DG 600 M 1 DG 800
1 DG 400 1 LS 6c
2 DG 500 M 2 Ventus CM
1 DG 100
1 Schleppflugzeug Maule M7 - 235 PS
Die besten Flugbedingungen herrschen von Oktober bis Dezember/Januar.
Die Farm ist ca. 50 km² groß. Eine Sandpfanne
mit 3 km Durchmesser dient als Flugplatz, der sich 1250 m über
dem Meeresspiegel befindet. Die Temperaturen liegen nachts um
20° C, tagsüber um die 35° C bis 42 °C bei einer
Luftfeuchtigkeit um 15 bis 20 %, maximal jedoch 30 bis 35 %.
Es gibt 13 Rundhütten, die mit einem Doppelbett ausgestattet
sind. Die Toiletten und Duschen befinden sich in Gemeinschaftsräumen.
Es gibt 6 Bungalows mit zwei Doppelbetten, eigenem Bad und Toilette.
Auch ein Swimmingpool steht den Gästen zur Verfügung.
Reservierungen bei
Bitterwasser (Pty) Ltd
Private Bag 13003, Windhoek
Tel. 00264 63 265300
Fax 00264 63 265335
E-Mail bitterwa@mweb.com.na
Web www.bitterwasser.comoder in Deutschland
Lydia Casper
74564 Crailsheim
Tel. 07951/ 5154 Fax. 8799
Weitere Auskünfte über das Segel- und Drachenfliegen
erhält man über den Aeroclub am Eros-Flughafen in Windhoek.
Fallschirmspringen
Der Himmel über der Wüste lädt zum Abenteuer
ein. Ein ganz besonderer Nervenkitzel bietet dabei natürlich
das Fallschirmspringen. Nahezu 5000 Fallschirmspringer finden
sich jährlich in Namibia ein, um diesen Nervenkitzel zu genießen
und Gleichgesinnte zu treffen.
Der Desert Skydiving Club in Windhoek bietet Tandem-Sprünge
an und Gelegenheiten für Besucher, es auch einmal zu versuchen.
Auch der Tsumeb Skydiving Club offeriert Fallschirmsprünge
mit ausgezeichneter Ausrüstung an. Zum Schnuppern steht ein
Unterricht für Anfänger auf dem Programm. Nach intensiven
theoretischen Lehrstunden wird der erste Absprung mit Hilfe eines
erfahrenden Lehrers aus 3000 Fuß Höhe gemacht. Der
Club organisiert auf Wunsch Übernachtungsmöglichkeiten
und Camping -Gelegenheiten. Nähere Informationen bei:
Leon Parson
Etosha i
The Northern Tourism and Public Association P.O. Box 779 Tsumeb
Tel. 00264 67 220157
Wo sonst noch gesprungen werden kann, erfährt man
bei der
Fallschirmspringer-Vereinigung
Tel. 00264/ 641- 592 23 Fax. 592 230.
P.O. Box 6038 Windhoek
Sky Dive in Swakopmund bietet Static Line Jump
Kurse und Tandemsprünge an. Bitte Anmeldung im Clubhaus:
Tel. 064/402841
Herausgeber und Copyright