Namibia - Aktiv sein im Land der Kontraste


Der Wassersport

Auch wenn Namibia kein klassisches “Badeziel” ist, gibt es doch etliche Wassersportmöglichkeiten. Ob Entspannung oder Abenteuer - auch beim nassen Element hat Namibia seine Qualitäten. Inmitten eindrucksvoller Kulissen können Sie auf den Flüssen des Landes abenteuerliche Kanufahrten und wildes Rafting erleben. Tauchen Sie ab im Land der Kontraste, und zwar tief! Der Lake Otjikoto erwartet Sie mit einer faszinierenden Unterwasserwelt. Oder vertreiben Sie sich einfach unter der afrikanischen Sonne die Zeit mit Wellenreiten, Surfen oder Segeln. Wüste und Wasser erwarten Sie!

SCHWIMMEN, SEGELN & SURFEN

Swakopmund

Der Ort Swakopmund bietet gute Wassersportmöglichkeiten: Wellenreiten; Segeln und Surfen gehören dazu. Doch gleich an dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Das Wasser ist kalt, die Temperaturen gehen im Sommer selten über 22 Grad, im Winter kühlen sie ab auf 13 Grad. Der Benguela-Strom sorgt zudem für z.T. gefährliche Strömungen. Daher ist es nicht ratsam, über die geschützten Buchten hinauszuschwimmen bzw. zu surfen. Die in Swakopmund befindliche einzige Schwimmhalle Namibias hat olympische Ausmaße und angenehme Warmbadetage.

Walvis Bay

Während der Urlaubssaison im Dezem­ber und Januar sind neben Tennis und Golfen Segeln und Schwimmen die beliebtesten Sportarten in Walvis Bay.

Von hier aus startet auch die 14-Tage-Tour rund um die Namibwüste. Sieben Tage segelt die Yacht “Deraba” entlang der südlichen Skelettküste und ankert nachts in der Conception- und Meobay oder bei St. Francis, wo sich der Benguela-Nebel in der Dünentälern der Namib verfängt. Per Geländewagen führt die Fahrt dann durch den Namib-Naukluft-Park zurück nach Walvis Bay.

Die Lagune von Walvis Bay ist ideal zum Windsurfen und Bootsfahren. Dort werden auch die Segelregatten ausgetragen, die der örtliche Yacht Club jedes Jahr organisiert. Wem das Wasser zu kalt ist, kann im Dolphin Park Recreation Resort am Langstrand zwischen Walvis Bay und Swakopmund schwimmen gehen und sich entspannen.

Lüderitz

Im Stadtgebiet von Lüderitz gibt es zwar nur felsige Küste, aber nördlich und südlich des Ortes befinden sich sehr schöne und breite Strände. Der schönste ist die Agate Beach im Norden. Das Wasser allerdings ist ebenfalls kühl. Besonders interessant für Windsurfer ist die Große Bucht und die Große Lagune. Jedes Jahr zu Ostern findet ein Boardsailing-Wettbewerb statt.

Südlich von Windhoek

In Rehoboth, 88 Km südlich von Windhoek, lädt das Reho Spa Recreation Resort mit seinem Schwimmbad, der Thermalhalle und bequemen Unterkunftsmöglichkeiten zum Erholen ein.

Der Hardap-Stausee

Einen angenehmen Aufenthalt verspricht auch das Hardap Recreation Resort mit seinem Wildschutzgebiet. Neben interessanten Wildbeobachtungen gibt es ein gutes Angebot für Wassersportfreunde: Segeln, Wasserski, Surfen und Kanufahren.

Wichtige Adressen

Surf- und Segelinformationen:

Namibia National Sports Council
P.O. Box 3022 Windhoek
Tel. 061 / 24 2353, Fax. 24 2407

Health & Raquet Club
P.O. Box 24406 Windhoek
Maerua Park Centaurus Road
Tel. 061 / 23 4399, Fax. 23 5966

KANUFAHREN

Namibia ist ein trockenes Land mit nur drei permanent wasserführenden Flüssen, die sich jedoch hervorragend für Kanurennen und - Exkursionen eignen: Kavango und Kunene bilden dabei die Grenze zum nördlichen Nachbarland Angola, der Oranje stellt die Grenze zu Südafrika dar.

Eine gute körperliche Verfassung ist die Voraussetzung, um bei einer bis zu zehn Tage dauernden, geführten Exkursion teilnehmen zu können. Besonders Sportliche haben die Möglichkeit an einem der beiden, jährlich stattfindenden großen Kanu-Rennen teilzunehmen: Am Osterwochenende werden auf dem Oranje vier Tage lang die Namibia Kanu Meisterschaften ausgetragen.
180 spannende Kilometer. Die offenen Namibia-Meisterschaften im Mai dauern drei Tage, in denen 120 Kilometer auf dem Kavango zurückzulegen sind. Viele Lodges und Gästehäuser säumen die Ufer des Flusses und bieten den Sportlern Übernachtungsmöglichkeiten. Organisator dieses Rennens ist der Kavango Kanu Club, bei dem auch Besucher Namibias Gelegenheit haben, sich anzumelden. Gegen einen minimalen Beitrag können Kanus gemietet werden. Auch beim Rennen auf dem Oranje sind alle Touristen herzlich willkommen. Generell gilt für beide Rennen K1 und K2 Männer-, Frauen, Junioren, Meister- und Veteranklassen.

Neben den eben erwähnten Rennen stellen die abenteuerlichen Kanuausflüge auf dem Oranje ein ganz besonderes Erlebnis dar.

Der Oranje, der vor Millionen Jahren die Diamanten aus dem Inland in den Atlantik spülte, windet sich durch die Namib-Wüste und das Naturschutzgebiet Richtersveld: manchmal in tiefen, engen Schluchten und manchmal breit und flach, so dass man das Gefühl hat, auf einem See zu sein. Erfahrene Reiseführer begleiten die Besucher zu den schönsten Stellen des Oranje. Diese Kanufahrten sind auch für Anfänger geeignet, auch wenn sie die Geheimnisse des Flusses mitunter kieloben und kopfunter erkunden. Doch der Oranje ist kein “white water river”, kein Wildwasserfluss mit reißender Strömung, mächtigen Stromschnellen und schäumender Gischt. Atemberaubend schöne Landschaften und außergewöhnliche Tierbeobachtungen stehen bei diesen fantastischen Ausflügen im Vordergrund.

Begleitete Touren werden von Januar bis Juni durchgeführt, sie dauern jeweils 4-5 Tage (ca. 180 km). Die Exkursionen beginnen in Noordoewer und enden in Sendelingsdrift. Im Preis eingeschlossen sind die komplette Ausrüstung (mit den vorgeschriebenen Rettungswesten) und meist auch alle Mahlzeiten. Da die Teilnehmer selbst rudern müssen, wird eine allgemeine Fitness vorausgesetzt. Mindestteilnehmerzahl pro Gruppe: 6 Personen. Übernachtet wird unter dem Sternenhimmel. Es besteht auch die Möglichkeit, den Fluss auf eigene Faust zu erkunden.

RAFTING

Der ehrfurchtgebietende Kunene-Fluss, bekannt für tückische Stromschnellen und wilde Krokodile, ist eine Herausforderung für jeden unerschrockenen White-Water-Rafter. Der Fluss wurde 1995 erstmals von zwei furchtlosen Kanufahrern, Willem van der Riet und Gordon Rowe, von der Quelle bis zur Mündung befahren. Der Kunene ist 950 km lang, wobei 300 km die Grenze zwischen dem Nordwesten Namibias und Angola bilden. Der Kunene entspringt im Süden Angolas und mündet im Atlantischen Ozean. Bevor er Epupa erreicht, fließt er in ein gewaltiges, drei Kilometer weites, palmenbewachsenes Tal und fällt anschließend in mehr als 20 Kaskaden in eine enge, felsige Schlucht. Ein faszinierendes Spektakel für jeden Besucher. Der Fluss formt zwischen Ruacana und Epupa zwei Reihen Stromschnellen, die ideal zum Rafting sind.

Wilderness Safaris Namibia hat das abentuerliche White-Water-Rafting auf dem Kunene bereits Anfang 1994 initiiert. Die Strecke zwischen den Ruacana- und Epupa-Fällen beträgt 120 Kilometer. Ein Highlight der Fahrt ist die Passage der Ondurusa-Stromschnellen. Dabei spielen der Anstieg und der Fall des Wasserspiegels in Folge des Elektrokraftwerks in Ruacana eine große Rolle und sollte bei der Planung für eine Durchfahrt auf jeden Fall berücksichtigt werden.

Neben einer immer wieder faszinierenden Landschaft gibt es eine Fülle von Tieren zu sehen. Jeder Tag bringt neue, beeindruckende Erlebnisse auf dem aufregenden Kunene Fluss.
Neben Wilderness Safaris Namibia bietet auch der Veranstalter Whitewater Eco Tours (WET) Rafting auf dem Kunene an. Auf der Strecke kann die grandiose Landschaft rund um die Epupa-Fälle und die Zebra-Berge in der Umgebung des Flusses entdeckt werden. WET organisiert maßgeschneiderte Touren für kleine und große Gruppen. Die Touren werden professionell und sicher durchgeführt. Raftingerfahrung ist nicht erforderlich. Die komplette Ausrüstung ist im Preis inklusive. Die Gruppen werden von einem Reiseführer begleitet.

Auch die Flüsse Zambezi und Oranje bieten hervorragende Bedingungen zum Rafting. Die Landschaft am Oranje ist faszinierend, da sie - außer am direkten Ufersaum - sehr vegetationsarm ist. Die Geschichte der Erde liegt offen neben dem Flussbett und zeigt, welche urgewaltigen Kräfte die Gesteinsmassen formten. Normalerweise ist es auf dem Wasser warm bis heiß, das Wasser selbst hat eine angenehme Temperatur, gerade richtig für ein erfrischendes Bad. Absolut extrem sind die Lufttemperaturen, die bis zu 50° C erreichen können.

Die River Rafters haben sich darauf spezialisiert, ihre Gäste in Schlauchbooten den Oranje hinunterfahren zu lassen. Diese Rudersafaris dauern zwei, vier oder sechs Tage. Die Schlauchboote werden normalerweise mit je zwei Personen bemannt. Kleidung und Schlafsäcke werden in wasserdichten Plastikkanistern, die unerlässlichen Getränke in einer Kühlbox verstaut.

Die Gruppen bestehen aus mindestens acht und höchstens zwanzig Abenteuerlustigen. Es wurden aber auch schon größere Gruppen geführt. In Zukunft sollen von den Naturschutzbehörden in Südafrika und Namibia nur noch maximal 25 Personen pro Tag zugelassen werden.

Die Abenteuerfahrten im Schlauchboot führen von Nordoewer bis zu der Stelle, wo der Fischfluss in den Oranje mündet. Solch eine Ruderfahrt dauert sechs Tage. Die Vorräte werden während dieser Tour zweimal aufgefrischt. Getränke muss jeder selbst mitbringen, das gilt auch für Schlafsack, Besteck, Trinkbecher und Waschzeug. Übrigens: Der umweltbewusste Rafter benutzt nur eine biologisch abbaubare Seife.

Oft kann man ruhig mit der Strömung dahingleiten, manchmal muss jedoch kräftig gerudert werden, um die Strecken zu überwinden, die still wie ein See daliegen. An deren Stellen braucht es ein bisschen Geschick, um zwischen den Felsen die Stromschnellen hinabzufahren - wobei der eine oder andere durchaus mal in den Fluten endet. Am Ende der Tagesetappe von etwa 15 km wird am späten Nachmittag ein Lagerplatz angesteuert. Die Schlauchboote werden an Land gezogen, und jeder macht seinen Schlafplatz zurecht. Das Essen wird über einem offenen Feuer zubereitet.

Es ist ein einmaliges Erlebnis, den Oranje abwärts zu fahren. Man hat das Gefühl, ganz allein auf dem Fluss zu sein: ohne die üblichen Geräusche der sogenannten Zivilisation. Nur mit den Elementen der Natur verbunden, spürt man hier die eigentliche Bedeutung des Flusses in diesem wüstenartigen Naturschutzgebiet, dem Richtersveld: Er ist wahrhaftig Lebensader.

KAJAK

Ein Erlebnis der besonderen Art ist das Erkunden der Umgebung von Walvis Bay mit dem Kajak. Ob Sie als Anfänger die Lagune durchqueren, um die artenreiche Vogelwelt zu beobachten oder den Sonnenuntergang zu genießen, oder ob Sie sich als erfahrener Kajakspezialist in einer fünfstündigen Tour auf das offene Meer trauen und auch die mögliche Begegnung mit Walen und Delfinen nicht scheuen - auf Sie wartet immer ein unvergessliche Namibia-Erlebnis. Die Touren werden von erfahrenen Führern begleitet und die Gruppen sind jeweils mit VHF Radios, GPS und Kompass ausgerüstet. Das Tragen von Schwimmwesten in ein absolutes Muss.

TAUCHEN

Tauchen ist in Namibia noch nicht allzu verbreitet. Es gibt jedoch in Walvis Bay einen Tauchclub, der interessier­ten Tauchern ermöglicht, die namibische Unterwasserwelt zu entdecken. Die Sicht unter Wasser beträgt von Dezember bis Mai bis zu 10 Meter.

Speziell für erfahrene Taucher gibt es die Gelegenheit, den Lake Otjikoto in Begleitung von Clubmitgliedern zu ergründen. Dort liegt in 50 Meter Tiefe ein “Friedhof” von Gewehren und Kanonen aus der Schutztruppenzeit.

Eine besondere Herausforderung ist das Höhlentauchen in dem weltweiten größten unterirdischen See. Die Dragon´s Breath Höhle liegt im Norden Namibias und kann nur unter der Leitung sachkundiger Taucher erforscht werden (Kontakt über Namibia Underwater Federation)

Namibia Underwater Federation
P.O. Box 40003, Windhoek

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